Rekonstruktion von Oberkieferdefekten mit einem freien Skapula-angle-Lappen = Reconstruction of maxillary defects using a free scapular angle flap
Bulut, O.C. ; Federspil, P.A. ; Plinkert, P.K. ; Simon, C.
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- Zusammenfassung: Hintergrund: Neben der prothetischen Versorgung von Maxilladefekten gibt es Möglichkeiten der chirurgischen Rekonstruktion: die Weichgeweberekonstruktion mit einem Radialis- oder Latissimus-dorsi-Lappen und die knöcherne Rekonstruktion mittels Fibula, Beckenkamm oder Skapulalappen. Die Rekonstruktion mit einem Skapulalappen wird unterteilt in den traditionellen Skapulalappen mit der A.scapularis circumflexa und den Skapula-angle-Lappen mit der A.angularis aus der A.thoracodorsalis als versorgendem Gefäß. Material und Methoden: Wir berichten über 4Patienten, die zwischen 2009 und 2011 aufgrund von malignen Tumoren der Maxilla nach erfolgter Resektion eine Rekonstruktion mit einem freien Skapula-angle-Lappen erhalten haben. Ergebnisse: Die Möglichkeit vertikaler Positionierung des Skapula-angle-Lappens erlaubt die Rekonstruktion der fazialen Kontur. Bei horizontaler Ausrichtung des mikrovaskulär anastomosierten Skapula-angle-Lappens ist eine zusätzliche knöcherne Rekonstruktion des Gaumens möglich. Schlussfolgerung: Der Skapula-angle-Lappen eignet sich wegen seiner Variabilität, geringer Donormorbidität und aufgrund seiner Form, die der des Hartgaumens ähnelt, gut zur plastischen Rekonstruktion. Die knöcherne Beschaffenheit für eine dentale Rehabilitation mithilfe von Implantaten wird kontrovers diskutiert. Er stellt eine Alternative zur Versorgung ausgewählter Maxilladefekte ≥ GradI nach Okay mit einer Obturatorprothese dar