Université de Fribourg

Rechtsfolgen zwingender Inhaltsnormen : Eine historisch evolutorische Perspektive

Abegg, Andreas

In: AJP, 2005, p. 1113-1125

Die Art. 19 und 20 OR befinden sich heute im Zentrum zahlreicher praktischer rechtsdogmatischer Probleme, die im Zusammenhang mit dem Paradox der "Vertragsfreiheit innerhalb der Schranken des Rechts" stehen. Der vorliegende Text untersucht diese praktischen Probleme aus dem Blickwinkel der zwingenden Inhaltsnormen, die nach Ansicht des Autors allein in Art. 19 Abs. 2 OR erfasst werden. Der Autor...

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BGE 129 III 702 – Die Qualifikation als Bürgschaftsvertrag : Bundesgericht, I. Zivilabteilung, Urteil vom 23. September 2003

Abegg, Andreas

In: Aktuelle Juristische Praxis AJP/PJA, 2004, p. 1254-1259

Beim besprochenen BGE 129 III 702 fällt unmittelbar auf, dass die dogmatischen Fragen untrennbar mit der Qualifikation verknüpft sind. Wird der Vertrag als formpflichtige Bürgschaft (Art. 493 OR) qualifiziert, so liegt in casu ein Formfehler vor, der zur Ungültigkeit (Art. 11 OR) führt. Mit dem Entschluss, die Parteibeziehung rechtlich als einen bestimmten Vertragstypus zu behandeln, wird...

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Freedom of Contract in the 19th Century: Mythology and the Silence of the Sources : Review Essay – Sibylle Hofer’s Freiheit ohne Grenzen? privatrechtstheoretische Diskussionen im 19. Jahrhundert

Abegg, Andreas ; Thatcher, Annemarie

In: German Law Journal, 2004, vol. 5, p. 101-114

In her legal history postdoctoral Habilitation-study Freiheit ohne Grenzen? (Unlimited Freedom?), Sibylle Hofer comes to the conclusion that despite a large absence of discourse on contractual freedom the perception of unlimited freedom in the 19th Century private law theorie cannot be confirmed, instead this is more of a myth. By exploring the larger context of societal development at the end of...

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Die Ausdifferenzierung der Vertragsfreiheit

Abegg, Andreas

In: Kritischen Vierteljahreszeitschrift (KritV), Frankfurt a.M., 2/2004/l97-208

Die Vertragsfreiheit fand um 1900 erst dann einen fortwährenden Eingang in den privatrechtlichen Diskurs, als im gesellschaftlichen Kontext unter dem Topos der sozialen Ausgestaltung des Privatrechts der Einfluss der Politik neben und gegen die beinahe ausschliessliche Anbindung des Privatrechts an die Wirtschaft trat. Erst in diesem Zeitpunkt stellte sich – im Gegensatz zu Savignys Konzept...

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Familienbürgschaften als privatrechtliches Problem : BGE 129 III 702: von Willensfreiheit zu Waffengleichheit und Absicherung gesellschaftlicher Ausdifferenzierung

Abegg, Andreas

In: fampra.ch, Die Praxis des Familienrechts, 2005, vol. 2, p. 209-232

In BGE 129 III 702 hatte das Bundesgericht über eine so genannte Familienbürgschaft zu entscheiden. Obwohl als zentrale Begründungslinie des Bundesgerichts das Konzept der strukturellen Parität (Waffengleichheit) ausgemacht werden kann, deutet das Urteil auch in Richtung einer zeit- und kontextbezogenen Fortbildung von Privatrecht an sensiblen Schnitt-punkten von verselbständigten...

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Vertragsfreiheit im 19. Jahrhundert – Mythologie und das Schweigen der Quellen : Rezensions-Essay zu Sibylle Hofer: Freiheit ohne Grenzen? privatrechtstheoretische Diskussionen im 19. Jahrhundert, Mohr (Siebeck): Tübingen 2001, 313 pp., Jus Publicum Vol. 53, ISBN 3-16-147576-3 = Freedom of Contract in the 19th Century: Mythology and the Silence of the Sources

Abegg, Andreas

In: Zeitschrift für Schweizerisches Recht, 2005, vol. 1, p. 73-82

Der Autor rezensiert die Habilitationsschrift von Hofer zur Vertragsfreiheit im 19. Jahrhundert und lobt deren wissenschaftliche Erfassung der privatrechtlichen Freiheitskonzeptionen des 19. Jahrhunderts. Allerdings blendet Hofer die gesellschaftlichen Kontexte des 19. Jahrhunderts fast vollständig aus, womit sie die späte diskursive Emergenz der Vertragsfreiheit um 1900 und deren...