Pflege

Pflegeintervention zur Verminderung der Belastung von pflegenden Angehörigen demenzkranker Menschen : eine systematische Literaturreview

Allenbach-Guntern, Cornelia ; Z'Brun Schnyder, Sylvia (Dir.)

Mémoire de bachelor : Haute Ecole de Santé Valais, 2007.

Die demographische Entwicklung zeigt für die nächsten Jahrzehnte eine steigende Lebenserwartung an. Demenz als altersabhängige hirnorganische Störung ist seit längerem als ein zentrales Problem des Gesundheitswesens anerkannt (Höpflinger und Hugentobler, 2003). Von den rund 96'000 Menschen mit Demenz in der Schweiz werden 60% von Angehörigen oder Freunden zu Hause betreut. Angehörige... Plus

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    Zusammenfassung
    Die demographische Entwicklung zeigt für die nächsten Jahrzehnte eine steigende Lebenserwartung an. Demenz als altersabhängige hirnorganische Störung ist seit längerem als ein zentrales Problem des Gesundheitswesens anerkannt (Höpflinger und Hugentobler, 2003). Von den rund 96'000 Menschen mit Demenz in der Schweiz werden 60% von Angehörigen oder Freunden zu Hause betreut. Angehörige erleben durch die Betreuung eines demenzkranken Menschen tiefgreifende Veränderungen in nahezu allen Lebensbereichen. Häufig geraten die Angehörigen durch die intensive Betreuung an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Dies hat Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit der Angehörigen. Der Entlastung der steigenden Anzahl betroffener Angehöriger von Demenzkranken kommt deshalb eine zentrale Bedeutung zu. Für Pflegefachleute ist wichtig, dass sie auf evidenzbasiertes Wissen zurückgreifen können, um die Angehörigen in ihrer Aufgabe effektiv unterstützen zu können. Die vorliegende systematische Literaturreview gibt einen Überblick über verschiedene pflegerische Interventionen und deren positiven Einfluss auf die Angehörigen. Die Interventionen werden anhand der Kategorien Information- Instruktion, Ausbildungsprogramme, kognitive Verhaltenstherapie, Entlastungspflege und allgemeine Unterstützung diskutiert. Grundsätzlich haben alle Interventionen einen zwar kleinen aber positiven Effekt auf einen Teilbereich der Belastung der pflegenden Angehörigen. Den grössten Erfolg versprechen aber Interventionen, die sich auf die individuellen Bedürfnisse der Angehörige stützen und über einen längeren Zeitraum angeboten werden.