«Trinken wir noch zusammen einen Kaffee?» : Ansichten über die Bedeutsamkeit des gemeinsamen Kaffeetrinkens in der Heilpädagogischen Früherziehung

Koch, Christina ; Ernst, Kolja

In: Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 2019, vol. 25, no. 1, p. 13-17

Im Anschluss an die Förderstunde wird man in der Heilpädagogischen Früherziehung häufig zum Kaffee eingeladen. Ist es professionell, dieses Angebot anzunehmen? Das oft belächelte gemeinsame Kaffeetrinken wird im folgenden Artikel als Gesprächsanlass vorgestellt, der den regelmässigen aktiven Einbezug der Bezugspersonen am Förderprozess ermöglicht und dadurch als bedeutsamer... More

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    Résumé
    Dans le contexte de l’éducation précoce spécialisée, on est souvent invité à prendre le café à l’issue de l’heure de soutien. Mais est-ce professionnel d’accepter cette proposition ? Ce café pris ensemble, souvent gentiment moqué, est présenté dans l’article suivant comme une occasion d’échange qui permet l’implication active régulière des personnes de référence dans le processus de soutien et qui peut ainsi être considérée comme un facteur de réussite dans le cadre d’une méthode de travail orientée sur la famille. Il sera montré, à l’aide d’exemples pratiques, comment cette forme de dialogue peut être initiée, quelles possibilités elle recèle, quelles conditions particulières peuvent la rendre difficile et pourquoi il est néanmoins important d’ancrer le café pris en commun comme une situation de communication ritualisée dans le travail quotidien en éducation précoce spécialisée.
    Zusammenfassung
    Im Anschluss an die Förderstunde wird man in der Heilpädagogischen Früherziehung häufig zum Kaffee eingeladen. Ist es professionell, dieses Angebot anzunehmen? Das oft belächelte gemeinsame Kaffeetrinken wird im folgenden Artikel als Gesprächsanlass vorgestellt, der den regelmässigen aktiven Einbezug der Bezugspersonen am Förderprozess ermöglicht und dadurch als bedeutsamer Gelingensfaktor für eine familienorientierte Arbeitsweise gesehen werden kann. Es wird praxisnah dargestellt, wie diese Gesprächsform initialisiert werden kann, welche Möglichkeiten sie bietet, welche Rahmenbedingungen erschwerend wirken können und warum es dennoch bedeutsam ist, das gemeinsame Kaffeetrinken als ritualisierten Kommunikationsanlass im Berufsalltag der Heilpädagogischen Früherziehung zu verankern.