Selbstbestimmung in der Interaktion : Die Bedeutung der Aktiven Partizipation für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung im Wohnheim

Mohr, Lars ; Meier, Simon Christian

In: Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 2018, vol. 24, no. 7-8, p. 36-43

Die Realisierung einer selbstbestimmten Lebensführung von Erwachsenen mit intellektueller Beeinträchtigung kann im Wohnheim starken Spannungen unterliegen. Daher braucht es Mittel und Wege, solche Spannungen wahrzunehmen und der Selbstbestimmung dennoch Raum zu geben: Für Fachpersonen ist es wichtig, die verschiedenen Interaktionsverhältnisse mit den Bewohnerinnen und Bewohnern zu... More

Add to personal list
    Résumé
    La réalisation d’un mode de vie autodéterminé pour des adultes avec une déficience intellectuelle peut faire l’objet de fortes tensions dans le cadre d’un foyer. Il faut donc se servir de voies et moyens pour reconnaître de telles tensions tout en laissant de la place à l’autodétermination : il est important que le personnel spécialisé connaisse les différents rapports d’interaction qu’il peut entretenir avec les résident-e-s et puisse mener une réflexion tenant compte de l’autodétermination de ces dernières et ces derniers. Le modèle de la Participation active, développé et analysé sur la base d’une étude vidéo qualitative dans cinq groupes en foyer résidentiel, peut ici être utile.
    Zusammenfassung
    Die Realisierung einer selbstbestimmten Lebensführung von Erwachsenen mit intellektueller Beeinträchtigung kann im Wohnheim starken Spannungen unterliegen. Daher braucht es Mittel und Wege, solche Spannungen wahrzunehmen und der Selbstbestimmung dennoch Raum zu geben: Für Fachpersonen ist es wichtig, die verschiedenen Interaktionsverhältnisse mit den Bewohnerinnen und Bewohnern zu erkennen und in Hinsicht auf die Selbstbestimmung ihres Gegenübers zu reflektieren. Dazu kann das Konstrukt der Aktiven Partizipation dienen, das ausgehend von einer qualitativen Video-Studie in fünf Wohngruppen entwickelt und untersucht wurde.