Soziale Arbeit

Autonome Mobilität bei Menschen mit einer Sehbehinderung : die Rolle von sozialen Institutionen und Organisationen bei der Begleitung und Unterstützung von Menschen mit einer Sehbehinderung für die Benutzung von öffentlichen Verkehrswegen : illustriert am Beispiel Oberwallis und der Stadt Bern

Croft, Tamara ; Ruffiner, Denise ; Mattig, Astrid (Dir.)

Mémoire de bachelor : Haute Ecole de Travail Social, 2020.

Diese Bachelorarbeit haben wir im Rahmen des Bachelorstudiums für Soziale Arbeit verfasst. Sie beschäftigt sich mit dem Thema Mobilität für Menschen mit einer Sehbehinderung im öffentlichen Verkehr. Wir haben uns bei der Erarbeitung der Fragestellung auf die Stadt Bern und die Region Oberwallis beschränkt und uns auf die Benutzung von Bussen und Zügen konzentriert. Die Fragestellung... More

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    Zusammenfassung
    Diese Bachelorarbeit haben wir im Rahmen des Bachelorstudiums für Soziale Arbeit verfasst. Sie beschäftigt sich mit dem Thema Mobilität für Menschen mit einer Sehbehinderung im öffentlichen Verkehr. Wir haben uns bei der Erarbeitung der Fragestellung auf die Stadt Bern und die Region Oberwallis beschränkt und uns auf die Benutzung von Bussen und Zügen konzentriert. Die Fragestellung befasst sich mit den Dienstleistungen der Sozialen Arbeit im Hinblick auf die Unterstützung bei der Mobilität für Menschen mit einer Sehbehinderung. Im Kapitel «Forschungsbereich» begeben wir uns auf einen Exkurs zum geschichtlichen Hintergrund von Menschen mit einer Sehbehinderung und deren Mobilität. Zudem erläutern wir den aktuellen Forschungsstand sowie die Rechtslage in der Schweiz. Der theoretische Rahmen beginnt mit einer Erklärung von Begriffen, welche für unsere Arbeit relevant sind. Durch die Begriffserläuterungen wollen wir der Leserschaft unseren Sprachgebrauch im Umgang mit Menschen mit einer Sehbehinderung näherbringen. Zudem nennen und erklären wir einige Hilfsmittel, welche Menschen mit einer Sehbehinderung bei der Benutzung von öffentlichen Transportmitteln unterstützen können. Des Weiteren wird im theoretischen Rahmen der Begriff der Behinderung anhand der funktionalen Gesundheit erklärt. Danach erläutern wir die Sozialraumorientierung und setzen dieser der Lebensweltorientierung gegenüber. Anhand der aufgestellten Hypothesen wollen wir herausfinden, inwiefern sich Menschen mit einer Sehbehinderung bei der Benutzung öffentlicher Transportmittel autonom fortbewegen können. Dafür werden Förderungsfaktoren und Hilfsmittel im öffentlichen Verkehr ermittelt. Die Auseinandersetzung mit der zweiten Hypothese soll Aufschluss über das Dienstleistungsangebot der Sozialen Arbeit in beiden Regionen geben. Zur Erarbeitung unserer Hypothesen haben wir uns für sechs episodische Interviews entschieden, von welchen drei mit Fachpersonen und drei mit Menschen mit einer Sehbehinderung geführt wurden. Zusätzlich haben wir Selbstexperimente im Raum Oberwallis und eine Sozialraumforschung in der Stadt Bern durchgeführt. Die Ergebnisse der Interviews, der Selbstexperimente und der Sozialraumforschung ergaben, dass sich Menschen mit einer Sehbehinderung eine stärkere Sensibilisierung der Gesellschaft wünschen. Ein weiteres Anliegen, welches sich für Fachpersonen der Sozialen Arbeit herauskristallisierte, war eine bessere Informationsvermittlung über neue Dienstleistungsangebote. Es zeigte sich, dass die Rechtslage noch nicht vollständig umgesetzt ist. Zusammengefasst wünschen sich Menschen mit einer Sehbehinderung, dass ihnen auf Augenhöhe begegnet wird und sie auf Verständnis treffen. Nur durch eine gemeinsame und gesamthafte Veränderung kann Autonomie angestrebt werden.