Aortenaneurysma und -dissektion : Epidemiologie, Pathophysiologie und Diagnostik = Aortic aneurysms and aortic dissection : Epidemiology, pathophysiology and diagnostics

Baumann, F. ; Makaloski, V. ; Diehm, N.

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    Summary
    Zusammenfassung: Das Aortenaneurysma und die Aortendissektion stellen aufgrund der demografischen Entwicklung und des heutigen Lebensstils ein signifikantes Gesundheitsrisiko dar. Die Mortalität des rupturierten Aortenaneurysmas beträgt bis zu 80 %. Die Prävalenz von Aneurysmen variiert je nach Lokalisation (thorakal vs. abdominal). Am häufigsten ist die infrarenale Bauchaorta betroffen. Es gibt aber Hinweise für eine rückläufige Prävalenz des infrarenalen Bauchaortenaneurysmas, wohingegen die Inzidenz des thorakalen Aortenaneurysmas zunimmt. Die oft letal verlaufende Aortendissektion ist die häufigste akute Aortenerkrankung. Dennoch wird die Inzidenz vermutlich unterschätzt. Die Pathogenese des Aortenaneurysmas ist vielfältig und basiert auf einem Zusammenspiel degenerativer, proteolytischer und entzündlicher Vorgänge. Die Aortendissektion geht auf einen Einriss der Intima zurück, der in einer Aufspaltung der Aortenwandschichten mit Einblutung resultiert. Es besteht die Gefahr einer Aortenruptur. Verschiedene genetische Bindegewebserkrankungen begünstigen die aortale Mediadegeneration, zuforderst das Marfan-Syndrom. Risikofaktoren für das Aortenaneurysma und die Aortendissektion sind Nikotinabusus, arterielle Hypertonie, Alter und männliches Geschlecht. Das Aortenaneurysma nimmt zunächst einen stummen Verlauf. Entsprechend wird es meist inzidentell entdeckt. Klinik und Symptomatik der Aortendissektion hängen stark vom betroffenen Aortenabschnitt ab, die Manifestationen sind vielfältig. Eine akute Aortendissektion äußert sich in > 80 % der Fälle durch plötzliche massivste Schmerzen. Für die Diagnostik und nachfolgende Verlaufskontrollen bieten sich verschiedene bildgebende Verfahren an. Als Untersuchungsmodalität der Wahl gilt aber die Computertomographie