Erschliessungskonzept für das Carl-Schuster-Archiv im Museum der Kulturen Basel

Naef, Béatrice ; Von Rütte, Hans (Dir.)

Mémoire de bachelor : Haute école de gestion de Genève, 2011 ; TDB 2149.

Das Carl-Schuster-Archiv (CSA) im Museum der Kulturen Basel besteht aus einer eth-nographischen Sammlung mit Tausenden von Fotografien, Zeichnungen, Manuskripten und Briefen. Ungefähr zwei Drittel davon sind in Schubladen und Registern von den Aktenbildnern bereits zu Serien geordnet worden, der Rest liegt in Form von losen Do-kumenten und Objekten vor. Einzelne Teile der Sammlung wurden bei... Plus

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    Zusammenfassung
    Das Carl-Schuster-Archiv (CSA) im Museum der Kulturen Basel besteht aus einer eth-nographischen Sammlung mit Tausenden von Fotografien, Zeichnungen, Manuskripten und Briefen. Ungefähr zwei Drittel davon sind in Schubladen und Registern von den Aktenbildnern bereits zu Serien geordnet worden, der Rest liegt in Form von losen Do-kumenten und Objekten vor. Einzelne Teile der Sammlung wurden bei früheren Arbei-ten von Mitarbeitern des Museums für Kulturen Basel (MKB) erschlossen, allerdings nach verschiedenen Ansätzen. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es daher, ein Konzept zur Erschliessung des Archivs zu entwickeln, das einerseits dem Umfang und der Viel-falt der Dokumente und Objekte und andererseits der gesonderten Stellung eines Ar-chivs in einem Museum gerecht wird. Weiterhin soll das Konzept den Zugang zu der ethnographischen Sammlung, sowie ihre Nutzung für das MKB und für externe Nutzer erleichtern. Dabei werden Möglichkeiten einer Integration des CSA in das Museum-Management-System des MKB «The Museum System» (TMS) geprüft, durch welche das Archiv digital erfasst und somit für die elektronische Verwaltung und Recherche verfügbar würde. Das Erschliessungskonzept, welches in dieser Arbeit entwickelt wurde, orientiert sich an den schweizerischen Richtlinien des internationalen Standards ISAD(G), in dieser Arbeit als ISAD-CH bezeichnet. Für das Erschliessungskonzept wird zuerst ein Inven-tar der Dokumente und Objekte erstellt, einschliesslich einer Charakterisierung der Dokument- und Objekttypen. Weiter werden ein Ordnungsplan und ein Standortplan verfasst. Bei der anschliessenden Entwicklung einer Verzeichnungsstruktur für die Be-stände und Serien werden die Richtlinien des ISAD-CH berücksichtigt, wobei die als Pflichtelemente aufgeführten Verzeichnungselemente und -stufen grösstenteils respek-tiert werden. Die Verzeichnung ermöglicht es, die Dokumente und Objekte des CSA bis auf Dossierstufe, oder nach Bedarf auch bis auf Dokumentenstufe zu beschreiben. Die Überprüfung des TMS zeigt, dass die Integration des CSA unter den gegebenen Umständen nur mit sehr hohem Aufwand ausgeführt werden kann. Um dennoch eine digitale Erfassung des CSA, die Darstellung des Ordnungsplans sowie die Verzeich-nung zu ermöglichen, wird eine Wiki-Software vorgeschlagen. Diese Software kann mit ihrer inhärenten Syntax für Textdarstellung die archivische Tektonik abbilden und zugleich als Findmittel dienen. Durch den kollaborativen Charakter des Wikis können sowohl Ethnologen als auch Nutzer zur Erschliessung des CSA beitragen.