Faculté des sciences économiques et sociales

Gesamtheitliches Performance Measurement : Vorgehensmodell und informationstechnische Ausgestaltung

Wettstein, Thomas ; Widmer, Marino (Dir.) ; Teufel, Stephanie (Codir.)

Thèse de doctorat : Université de Fribourg : 2002.

Performance-Measurement-Systeme (PMS) werden in der Wissenschaft seit mehr als zehn Jahren intensiv diskutiert. Wie Untersuchungen zeigen, wurden die vorgeschlagenen Ansätze in der Praxis jedoch erst mangelhaft umgesetzt. Die Verbreitung und die Qualität der IT-unterstützten PMS sind unbefriedigend. Die bisher vorgeschlagenen Ansätze tragen den Bedürfnissen der Unternehmen nur teilweise... Plus

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    Zusammenfassung
    Performance-Measurement-Systeme (PMS) werden in der Wissenschaft seit mehr als zehn Jahren intensiv diskutiert. Wie Untersuchungen zeigen, wurden die vorgeschlagenen Ansätze in der Praxis jedoch erst mangelhaft umgesetzt. Die Verbreitung und die Qualität der IT-unterstützten PMS sind unbefriedigend. Die bisher vorgeschlagenen Ansätze tragen den Bedürfnissen der Unternehmen nur teilweise Rechnung. Ein wesentlicher Teil des Problems dürfte darin liegen, dass kein umfassendes und ausführliches Vorgehensmodell existiert, welches beschreibt, wie ein PMS mit IT-Unterstützung aufgebaut werden kann. Bestehende Ansätze berücksichtigen primär organisatorische Aspekte; IT-bezogene Aspekte werden hingegen nur partiell thematisiert. Wenn IT-Systeme zum Einsatz kommen, so werden die Performance-relevanten Daten häufig verstreut gespeichert, was eine integrale Sicht stark erschwert. Die Datensammlung und -bereinigung erfordert oft manuelle Eingriffe. Zudem sind entsprechende Systeme bezüglich der gespeicherten Performance-Indikatoren einseitig. Meist werden nur finanzielle und vergangenheitsorientierte Kennzahlen gespeichert. Die verfügbaren technischen Lösungen sind von den Softwareherstellern geprägt, die ihrerseits eher die technischen als die betriebswirtschaftlichen Aspekte berücksichtigen. Ein weiterer Problemkreis ist darin zu sehen, dass Performance-Measurement-Systeme in der Praxis häufig mit wenig relevanten und veralteten Informationen operieren, was zu einer schlechten Akzeptanz führt. Die mangelnde Aktualität entsteht ferner dadurch, dass diese Systeme nicht in geeigneter Weise unterhalten und betrieben werden; und dieses Manko ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die notwendigen Prozesse nicht definiert sind. Zu einer schlechten Akzeptanz führt ebenfalls der sehr kleine Adressatenkreis, welcher häufig nur aus der Unternehmensspitze besteht. Mit geeigneten technischen Mitteln und einem Kommunikationskonzept könnte der Kreis der PMS-Benutzer erweitert und damit der Nutzen des Systems gesteigert werden.