Stigmatisierung von Schizophreniepatienten : Pflegeinterventionen für eine erfolgreiche Stigmabewältigung : eine systematische Literaturübersicht

Piller, Caroline ; Kunz, Stefan (Dir.)

Mémoire de bachelor : Haute Ecole de Santé de Fribourg, 2009.

Die Stigmatisierung von Schizophreniepatienten stellt für Betroffene und die Gesellschaft ein grosses Problem dar und zieht schwerwiegende Folgen mit sich. Die Bewältigung dieser Auswirkungen ist für die ohnehin schon vulnerable Patientenpopulation eine grosse Herausforderung. Zur Geheimhaltung der Diagnose, und daher Beeinflussung der Stigmatisierung, entwickeln die Schizophreniekranken meist... Plus

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    Zusammenfassung
    Die Stigmatisierung von Schizophreniepatienten stellt für Betroffene und die Gesellschaft ein grosses Problem dar und zieht schwerwiegende Folgen mit sich. Die Bewältigung dieser Auswirkungen ist für die ohnehin schon vulnerable Patientenpopulation eine grosse Herausforderung. Zur Geheimhaltung der Diagnose, und daher Beeinflussung der Stigmatisierung, entwickeln die Schizophreniekranken meist maladaptive Bewältigungsmechanismen, welche den Verlauf der Krankheit schwer beeinträchtigen. Auf Grund dessen ist es von grosser Bedeutung, der Stigmatisierung den Kampf anzusagen und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Auf der einen Seite kann diesem soziologischen Phänomen durch Aufklärungsarbeit in der Öffentlichkeit, mit dem Ziel einer Entstigmatisierung, entgegen gewirkt werden. Die zweite, und in der vorliegenden Arbeit untersuchte Strategie, befasst sich mit der Befähigung des Patienten, die Stigmatisierung und dessen Auswirkungen bewältigen zu können. Das Ziel dieser systematischen Literaturübersicht ist es, effiziente und praxisrelevante Pflegeinterventionen diesbezüglich zu finden. Auf anerkannten Datenbanken wurden mit verschiedenen Suchbegriffen und –kombinationen 14 Studien unterschiedlichen Designs gefunden, die analysiert und überprüft wurden in Bezug auf deren wissenschaftlichen Qualität und Evidenz. Die beweiskräftigsten Ergebnisse sind in der Schlussfolgerung dargestellt. Dabei handelt es sich um Ansätze der kognitiven Verhaltenstherapie mit psychoedukativem Schwerpunkt.