Posttraumatische Belastungsstörung bei Migrant/-innen : Begleitung migrierter Menschen mit einem Kriegserlebnis

Fischer, Fabiola ; Anderes, Bernadette (Dir.)

Mémoire de bachelor : Haute Ecole de Santé de Fribourg, 2009.

Die Zahl der migrierten Menschen hat in der Schweiz in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Viele der Migrationen entstanden dabei nicht aus freien Beweggründen, oftmals haben die Betroffenen vor, während oder nach der Migration Schreckliches erlebt. Das Risiko, an einer Posttraumatischen Belastungsstörung zu erkranken, wird durch Krieg, Folter und Flucht gesteigert. Bei einer... Plus

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    Résumé
    Die Zahl der migrierten Menschen hat in der Schweiz in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Viele der Migrationen entstanden dabei nicht aus freien Beweggründen, oftmals haben die Betroffenen vor, während oder nach der Migration Schreckliches erlebt. Das Risiko, an einer Posttraumatischen Belastungsstörung zu erkranken, wird durch Krieg, Folter und Flucht gesteigert. Bei einer Hospitalisation von Migrant/-innen besteht daher heutzutage eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass die Patient/-innen nebst dem Einweisungsgrund auch an einer Posttraumatischen Belastungsstörung leiden oder die Vulnerabilität dazu aufweisen. Die Symptome einer solchen Störung werden von Pflegenden nicht immer erkannt oder ihnen wird zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, da die Erkrankung und ihre Folgen zu wenig bekannt sind. Dies kann zu falschen Therapieansätzen, Doktorshopping1 oder zum vermehrten Drehtüreffekt2 führen. Die vorliegende systematische Literaturübersicht verhilft zu einem Überblick zum Thema „Migration im Schweizerischen Gesundheitswesen im Kontext Posttraumatischer Belastungsstörung“. Zur Beantwortung der dieser Arbeit zugrunde liegenden Fragestellung „Welches Wissen kann Pflegenden in der Begleitung von Migrant-/innen mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung, ausgelöst durch Krieg, Folter und Flucht, helfen, um sie in der Bewältigung zu unterstützen“, werden 15 wissenschaftliche Studien/Artikel analysiert. Es werden pflegerische Ansätze aufgezeigt, welche den Pflegenden in der Begleitung von Migrant/ -innen mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung unterstützen sollen. Die Lösungsansätze dienen zur Anwendung in einem Akut- oder Langzeitspital.