Faculté des sciences économiques et sociales

Die Schuldenbremse des Bundes : Hintergründe und Wirkung

Geier, Alain ; Jeanrenaud, Claude (Dir.)

Thèse de doctorat : Université de Neuchâtel, 2011 ; 2195.

Die vorliegende Arbeit gibt Auskunft über wesentliche Aspekte der Fiskalregel auf Bundesebene in der Schweiz, der Schuldenbremse, welche auch für Fiskalregeln im allgemeinen von Bedeutung sind. Es werden die politökonomischen Grundlagen der regelgebundenen Finanzpolitik vorgestellt. Dabei wird argumentiert, dass eine Fiskalregel länderspezifisch ausgestaltet sein muss, je nachdem welche... Plus

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    Zusammenfassung
    Die vorliegende Arbeit gibt Auskunft über wesentliche Aspekte der Fiskalregel auf Bundesebene in der Schweiz, der Schuldenbremse, welche auch für Fiskalregeln im allgemeinen von Bedeutung sind. Es werden die politökonomischen Grundlagen der regelgebundenen Finanzpolitik vorgestellt. Dabei wird argumentiert, dass eine Fiskalregel länderspezifisch ausgestaltet sein muss, je nachdem welche institutionellen «Mängel» vorliegen und durch neue Anreize korrigiert werden sollen. Der Mechanismus der Schuldenbremse wird ausführlich beschrieben. Dies erlaubt es, die Problematik der Einnahmenschätzungen und der Bestimmung von korrekten strukturellen Einnahmen in Bezug auf die Finanzpolitik auszuleuchten. Es wird argumentiert, dass eine zyklische Bereinigung nicht ausreichend ist, um strukturelle Einnahmen zu bestimmen. Zwei Simulationen auf historischen und Monte-Carlo Daten veranschaulichen und verfeinern die Analyse. Bezüglich der Schuldenbremse wird der Schluss gezogen, dass diese in der Lage ist, die gestreckten Ziele bezüglich Schuldenstabilisierung und Konjunkturverträglichkeit zu erreichen. Gleichzeitig wird auf die Risiken bezüglich einer möglichen Überbelastung des Ausgleichskontos hingewiesen.
    Summary
    The political economy of fiscal rules are presented, followed by a discussion of crucial aspects of any framework of fiscal rules, with a special focus on the Swiss rule on the federal level. One argument is that fiscal rules should take into consideration country-specific institutional aspects, also depending on the specific perceived shortcomings of that country that are leading to a deficit and debt bias. The framework of the Swiss fiscal rule is presented in detail. The importance to fiscal policy of revenue estimates and the calculation of structural deficits is shown. A cyclical adjustment is likely to be insufficient to determine structural revenues. Two simulations on historical and Monte Carlo date are used for further analysis. The analysis of the Swiss fiscal rule shows that it is an effective instrument to attain the relevant fiscal policy objectives of debt control and economic stabilization. Possible large deficits on the "compensation account" of the rule may have unwarranted consequences, though.