Soziale Arbeit

Selbstdarstellungen und symbolische Gewalt : der Einfluss symbolischer Gewalt auf die Selbstdarstellungen männlicher Jugendlicher mit Migrationshintergrund

Marjanovic, Marijana ; Aarburg, Hans-Peter von (Dir.)

Mémoire de bachelor : Haute Ecole de Travail Social, 2014.

In dieser Arbeit wird der Einfluss von Gewalterfahrungen auf die Selbsterfahrung und die Selbstdarstellungen männlicher Jugendlicher mit Migrationshintergrund untersucht. Darauf basierend werden Rückschlüsse auf die Nachhaltigkeit sozialpädagogischer Handlungsmöglichkeiten erarbeitet. Im theoretischen Teil werden die zentralen Konzepte der Selbstdarstellungen im Alltag, der strukturellen... More

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    Zusammenfassung
    In dieser Arbeit wird der Einfluss von Gewalterfahrungen auf die Selbsterfahrung und die Selbstdarstellungen männlicher Jugendlicher mit Migrationshintergrund untersucht. Darauf basierend werden Rückschlüsse auf die Nachhaltigkeit sozialpädagogischer Handlungsmöglichkeiten erarbeitet. Im theoretischen Teil werden die zentralen Konzepte der Selbstdarstellungen im Alltag, der strukturellen Gewalt und der symbolischen Gewalt dargelegt, die miteinander in Zusammenhang stehen. Darin herausgehoben werden jugendaltersspezifische Entwicklungsprozesse und Integrationsmöglichkeiten. Das erforschte Terrain umfasst den Jugendtreff Katakult in Brig, wo die Jugendlichen beobachtet und wo qualitative Interviews durchgeführt wurden. Ergänzend wurde eine Sozialraumbegehung durchgeführt, um eine sozialökologische Erweiterung zu ermöglichen. Aufgrund der Datenanalyse wurde festgestellt, dass das Erleben von symbolischer Gewalt von diversen Faktoren abhängig ist, wie beispielsweise von der Befriedigung materieller und nicht-materieller Bedürfnisse und der Nähe zwischen erlernten Verhaltensweisen im Herkunftsmilieu und der Schulkultur. Diese Faktoren stehen in Wechselwirkung mit den Qualitäten der Lebensräume. Das gemeinsame Muster liegt im Grad ihrer erlebten Verletzungen. Je besser die Jugendlichen Verletzungen verarbeitet haben und je näher sie den Verhaltensweisen der Mehrheitsgesellschaft stehen, desto weniger Energie setzen sie in ihre Selbstdarstellungen und desto wahrscheinlicher kann davon ausgegangen werden, dass Gewalthandlungen als Konfliktlösungsstrategie vermieden werden. Im Schlussteil der Arbeit werden die Ergebnisse unter Berücksichtigung der Forschungsziele zusammengefasst, Empfehlungen und Anregungen ausgearbeitet und in puncto Nachhaltigkeit reflektiert. Abschliessend wird die Forschungsfrage beantwortet und weiterführende Fragen werden herausgearbeitet.