Travail social

Bewältigungsstrategien bei Depressionen in einer Paarbeziehung

Walker, Jacqueline

Mémoire de bachelor : Haute Ecole de Travail Social, 2014.

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    Zusammenfassung
    Diese Bachelor Arbeit stellt den nicht depressiven Partner einer Paarbeziehung in den Vordergrund. Im Fokus stehen dabei die Strategien, die dieser Partner anwendet, um die Auswirkungen der Depression zu bewältigen. Die Ergebnisse, die in dieser Bachelor Arbeit aufgeführt sind, beruhen auf drei Interviews mit zwei Partnerinnen und einem Partner von depressiven Menschen. Festzuhalten ist, dass es sich bei den gekennzeichneten Aussagen um die Meinung der Interviewpartner handelt. Der Rahmen dieser Arbeit ist begrenzt. Deshalb kann auf weiterführende Fragestellungen nicht weiter eingegangen werden. Eine Depression stellt für eine Paarbeziehung eine grosse Herausforderung dar. Es zeigt sich, dass der Verlauf und die Auswirkungen einer Depression auf die Partnerschaft stark mit der Qualität der Paarbeziehung und den Strategien des nicht depressiven Partners zusammenhängen. Aufgrund dessen ist es wichtig, dass nicht nur die depressive Person, sondern auch deren Partner professionelle Hilfe in Anspruch nehmen kann. Die Bewältigungsstrategien des nicht depressiven Partners sind vielfältig. Der Grundgedanke besteht darin, sich einmal Zeit für sich zu nehmen, um so neue Kraft für den oft schwierigen Alltag zu tanken. Eine wichtige Quelle für dieses Kraftschöpfen können Freunde und Familie darstellen. Die Kommunikation und das Wissen über die Depression sind wichtig und notwendig, um Verständnis für die Situation des Gegenübers aufbringen zu können. Partner und Angehörige von Menschen mit Depressionen zu unterstützen heisst, die Ressourcen beider Partner anzuerkennen und sie darin zu bestärken. Das bedeutet beispielsweise, dass man bereits kleinste Veränderungen wahrnehmen und positiv aufgreifen kann. Zusammenfassend sind die Wahrung der eigenen Interessen (Sport, Gespräche) und die bewusste Zeit für sich selbst und die eigenen Bedürfnisse unabdingbar, damit der nicht depressive Partner gesund bleibt. Nur ein gesunder Partner hat die nötige Kraft und Ausdauer, um seinen depressiven Partner adäquat zu unterstützen. In der vorliegenden Bachelor Arbeit sind mögliche Bewältigungsstrategien bei Depressionen in einer Paarbeziehung aufgeführt. Zudem wurden Handlungsvorschläge für die Praxis der Sozialen Arbeit formuliert. Ich erhoffe mir, dass ich die Leserinnen und Leser dieser Bachelor Arbeit für die Thematik sensibilisieren kann und so ein wenig gegen die Stigmatisierung von depressiven Menschen und ihren Angehörigen beitragen kann