Faculté des lettres

Schulabsentismus als Merkmal der Schulqualität? : eine empirische Untersuchung über die Schulqualität

Templer, Franziska ; Stamm, Margrit (Dir.)

Thèse de doctorat : Université de Fribourg, 2012.

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage ob das Ausmass von Schulabsentismus ein Merkmal der Qualität einer Schule ist. Daraus werden Subfragen abgeleitet und bearbeitet; (1) Wird an einer ‚guten’ Schule weniger geschwänzt? Und damit zusammenhängend die Frage, ob das Ausmass von Schulabsentismus als Outputmerkmal gewertet werden könnte. (2) Können Aspekte von Schulabsentismus (die... More

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    Zusammenfassung
    Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage ob das Ausmass von Schulabsentismus ein Merkmal der Qualität einer Schule ist. Daraus werden Subfragen abgeleitet und bearbeitet; (1) Wird an einer ‚guten’ Schule weniger geschwänzt? Und damit zusammenhängend die Frage, ob das Ausmass von Schulabsentismus als Outputmerkmal gewertet werden könnte. (2) Können Aspekte von Schulabsentismus (die Bewertung, der Umgang seitens der Schule damit und das Ausmass auf Schülerebene) derartig in ein Input-Prozess-Output-Modell wie es in der Schulqualitäts- oder Schuleffektivitätsforschung üblich ist, eingebracht werden, sodass sie eine Ergänzung zu den in diesen Forschungssträngen üblichen Merkmalen darstellen? Zudem wird der Frage nachgegangen wie die Schulqualitätskriterien die den Output einer Schule darstellen, erweitert werden könnten. Dies geschieht vorwiegend auf theoretischer Ebene indem die in den Schulgesetzen formulierten Ziele mit den in der Schulqualitätsforschung verwendeten Merkmalen verglichen werden, um fest zu stellen, ob und wie sich diese voneinander unterscheiden. Es werden Daten von 1881 Schülern und deren 103 Lehrpersonen bearbeitet. Sie stammen aus 11 Schulen und sind verteilt auf fünf Deutschschweizer Kantone. Alle Schüler besuchen die Oberstufe (Klasse 7 bis 9). Die Arbeit bleibt im empirisch-methodischen Teil auf einer deskriptiven Ebene; Mittelwertsvergleiche und hierarchische Varianzzerlegung (Schulebene, Klassenebene, Individualebene) werden zur Beantwortung der ersten Frage herangezogen. Es zeigt sich, dass für alle Modellvariablen der überwiegende Anteil der Varianz auf die Individualebene entfällt. Vor diesem Hintergrund wird diskutiert, wie die Relevanz der verwendeten Merkmale als Schulqualitätsmerkmale einzuschätzen ist. In einem weiteren Schritt werden eine ‚beste’ (aufgrund der tiefsten Absentismusquote) und eine ‚schlechteste’ Schule (aufgrund der höchsten Absentismusquote) bestimmt und miteinander für jede Modellvariable verglichen. Dieser Verglich mündet in der Beschreibung von zwei Schulprofilen. Für die zweite Frage wird die Methode der Clusteranalyse in einer konfirmatorischen Art und Weise angewandt. Es werden durch Voreinstellung zwei Cluster gebildet; mit der Erwartung, dass die eine Gruppe die negativen Ausprägungen der Modellvariablen auf sich vereint und die andere die positiven. Dies konnte in der Tendenz bestätigt werden.