Physiothérapie - Physiotherapie

Zwei sensomotorische Trainingsgestaltungen im Vergleich : sensomotorische Übungen mit und ohne Vorermüdung : eine randomisierte Pilotstudie

Meng, Jonas ; Amacker, Alain ; Hilfiker, Roger (Dir.)

Mémoire de bachelor : Haute Ecole de Santé Valais, 2009.

Einleitung: Trotz der weit verbreiteten Akzeptanz des sensomotorischen Trainings, im Hinblick auf die Verletzungsprävention und die Verbesserung der sportlichen Leistung, existieren keine wissenschaftlichen Richtlinien zur Belastungsgestaltung. Ziel: Die Untersuchung der Wirksamkeit von zwei sensomotorischen Trainingsgestaltungen auf das Gleichgewicht, die Kraft und der Einfluss einer... Plus

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    Zusammenfassung
    Einleitung: Trotz der weit verbreiteten Akzeptanz des sensomotorischen Trainings, im Hinblick auf die Verletzungsprävention und die Verbesserung der sportlichen Leistung, existieren keine wissenschaftlichen Richtlinien zur Belastungsgestaltung. Ziel: Die Untersuchung der Wirksamkeit von zwei sensomotorischen Trainingsgestaltungen auf das Gleichgewicht, die Kraft und der Einfluss einer muskulären Ermüdung auf die Gleichgewichts- und Reaktivkraftfähigkeit. Methode: Interventionsstudie mit 30 jungen und sportlichen Probanden. Die Teilnehmer wurden in 2 Gruppen randomisiert und absolvierten eine vierwöchige Trainingsintervention (9 Trainings). Gruppe A führte ein sensomotorisches Training aus, in welchem vor der sensomotorischen Übung (SMÜ) eine Vorermüdung mittels einer Kraftübung (KÜ) ausgeführt wurde (KÜ-SMÜ Alternierend). Gruppe G führte zuerst alle sensomotorischen Übungen durch und absolvierten erst anschliessend die Kraftübungen (SMÜ-KÜ Getrennt). Zur Evaluierung der beiden Trainingmethoden wurden zwei Tests (vor und nach der Trainingsintervention) durchgeführt, um das statische und dynamische Gleichgewicht, die Maximal-, Schnell-, und Reaktivkraft, sowie der Einfluss einer muskulären Ermüdung auf die Gleichgewichts- und Reaktivkraftfähigkeit zu evaluieren. Resultate: Identisch statistisch signifikante (p<0.05) Verbesserung der beiden Gruppen in der Maximalkraft und der statischen und dynamischen Gleichgewichtsfähigkeit. Bei der Schnellund Reaktivkraft konnte sich nur Gruppe A statistisch signifikant (p<0.05) verbessern. Gruppe A zeigte eine Tendenz den negativen Einfluss der muskulären Ermüdung auf die Gleichgewichtsfähigkeit und die Reaktivkraft reduzieren zu können, im Gegensatz zu Gruppe G. Der Gruppenunterschied ist aber statistisch nicht signifikant. Schlussfolgerung: Anhand der gefundenen Resultaten, kann die Trainingsintervention „KÜ- SMÜ Alternierend“, unter Berücksichtigung der Bewegungsqualität, bei jungen, gesunden und sportlichen Leuten, vorgezogen werden. Sie ist in der Prävention von Verletzungen vermutlich effizienter. Weitere Forschungen sind notwendig, um dies zu bestätigen.