Physiothérapie - Physiotherapie

Ist eine aktive Therapie bei Patientien mit unspezifischen lumbalen Rückenschmerzen effektiver als eine passive Intervention ?

Mühlemann, Luzia ; Vogler, Anina ; Hilfiker, Roger (Dir.)

Mémoire de bachelor : Haute Ecole de Santé Valais, 2009.

Hintergrund: Lumbaler Rückenschmerz zählt zu den häufigsten Gesundheitsbeschwerden in unserer Gesellschaft. Dieser verursacht hohe direkte und indirekte Kosten. 90 % dieser Kosten werden durch chronische Rückenschmerzpatienten verursacht. Die „European guidelines for the management of chronic non-specific low back pain“ empfehlen Übungen als erste Therapiemassnahme. Es gibt bisher keine... Plus

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    Zusammenfassung
    Hintergrund: Lumbaler Rückenschmerz zählt zu den häufigsten Gesundheitsbeschwerden in unserer Gesellschaft. Dieser verursacht hohe direkte und indirekte Kosten. 90 % dieser Kosten werden durch chronische Rückenschmerzpatienten verursacht. Die „European guidelines for the management of chronic non-specific low back pain“ empfehlen Übungen als erste Therapiemassnahme. Es gibt bisher keine Literaturübersicht mit einem Direktvergleich zwischen aktiver und passiver Physiotherapie. Ziel: Eine systematische Literaturübersicht mit einem Globalvergleich zwischen aktiven und passiven Therapien zu erarbeiten, um herauszufinden welche Therapien mehr Effekt auf unspezifischen subakuten und chronischen Rückenschmerz haben. Suchstrategie: Die Suche nach randomisierten kontrollierten Studien für unspezifischen subakuten oder chronischen Lumbalschmerz mit einem Direktvergleich von einer aktiven mit einer passiven Therapie wurde durch beide Autoren in PubMed, CINAHL und Cochrane Library elektronisch durchgeführt. Datenextraktion und –analyse: Die Daten wurden direkt in den RevMan extrahiert und die Studien unabhängig voneinander mit Hilfe des „Cochrane Risk of bias table“ auf Fehlerquellen untersucht. Die Resultate wurden gepoolt und mit sechs „Forest- Plots“ dargestellt. Die Outcomes waren Schmerz und Funktion. Resultate: Sieben Studien mit insgesamt 1205 Patienten wurden in die Literaturübersicht eingeschlossen. In fünf von sechs Vergleichen spricht die Analyse für eine aktive Therapie, jedoch ist keines der sechs gepoolten Resultate signifikant. Dies kann auf eine geringe Anzahl der Studien, wie auch der Teilnehmer und auf eine vorhandene Heterogenität zurückgeführt werden. Schlussfolgerung: Es gibt keine klinisch und statistisch signifikante Evidenz für ein besseres Schmerz- und Funktionsoutcome mit einer aktiven Therapiemassnahme bei Patienten mit unspezifischen subakuten und chronischen Lumbalschmerzen im Vergleich zu passiven Therapieinterventionen.