Faculté des lettres et sciences humaines

Mobilité, citoyenneté et transnationalisme : L’exemple somalien

Moret, Joëlle

In: Terra Cognita, Revue Suisse de l'integration et de la migration (Schweizer Zeitschrift zu Integration und Migration), 2009, vol. 15, p. 82-85

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    Zusammenfassung
    Mobil sein zu können, setzt eine Reihe von Rahmenbedingungen voraus. Am Beispiel der Somali in der Schweiz wird gezeigt, dass sowohl ein gut funktionierendes familiäres und soziales Netz als auch möglichst günstige Aufenthaltsbedingungen notwendig sind. Je besser der rechtliche Status umso grösser wird der Bewegungsspielraum. Personen mit «guten» Mobilitätsvoraussetzungen erhalten innerhalb der somalischen Gemeinschaft eine privilegierte Position: Sie übernehmen für solche, die über eingeschränkte Möglichkeiten wie etwa eine vorläufige Aufnahme (Bewilligung F) verfügen, gewisse Dienstleistungen. Die Erlangung des Schweizer Bürgerrechts bedeutet für den Einzelnen denn auch Zugang zu uneingeschränkter Mobilität. Aus Sicht der Behörden mag dies befremdlich erscheinen, erwartet man doch aus integrations- und einbürgerungspolitischer Sicht, dass sich Einbürgerungswillige zunächst auf den Nationalstaat, in welchen sie aufgenommen werden, ausrichten. Im Hinblick auf transnationale Beziehungen ist der Schweizer Pass jedoch nicht nur Beweis der staatlichen Zugehörigkeit, sondern auch ein wichtiges Instrument der Bewegungsfreiheit.