Pflege

Musiktherapie : die Wirkung von Musiktherapie auf Schlaf und Schlafstörungen : systematische Literaturreview

Imboden, Manuela ; Jost, Renata (Dir.)

Mémoire de bachelor : Haute Ecole de Santé Valais, 2009.

ProblembeschreibungProblembeschreibung: Schlaf war im Pflegebereich schon immer ein sehr wichtiges Thema. Schlaf hat eine der höchsten Prioritäten in der Gesundheitspflege. In allen Altersklassen gibt es Schlafstörungen die meistens medikamentös behandelt werden. Nichtmedikamentöse Interventionen würden nicht das Risiko der Toleranzentwicklung oder Abhängigkeit beinhalten. Eine dieser... Plus

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    Zusammenfassung
    ProblembeschreibungProblembeschreibung: Schlaf war im Pflegebereich schon immer ein sehr wichtiges Thema. Schlaf hat eine der höchsten Prioritäten in der Gesundheitspflege. In allen Altersklassen gibt es Schlafstörungen die meistens medikamentös behandelt werden. Nichtmedikamentöse Interventionen würden nicht das Risiko der Toleranzentwicklung oder Abhängigkeit beinhalten. Eine dieser nichtmedikamentösen Interventionen zur Verbesserung des Schlafs ist die Musiktherapie. Das Nursing Intervention Classifacation System (NIC) und die North American Nursing Diagnosis Association (NANDA) schlagen verschiedene nichtmedikamentöse Interventionen bei Schlafstörungen vor, darunter auch die Musiktherapie. Ziel: Das Ziel der vorliegenden systematischen Literaturübersicht liegt darin, den aktuellen Forschungsstand bezüglich der Wirksamkeit der Musiktherapie auf den Schlaf zusammenzufassen. Aus der Problembeschreibung ergab sich folgende Forschungsfrage: Wie wird die Wirkung von Musiktherapie auf Schlaf und Schlafstörungen in den verschiedenen Altersklassen in der wissenschaftlichen Literatur beschrieben? Ein weiteres Ziel der vorliegenden Arbeit war, den Pflegefachpersonen einen Impuls zu geben, dass sie bei Schlafstörungen nicht nur an einen medikamentösen Handlungsansatz denken. Methode: Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine systematische Literaturübersicht erstellt. In den pflegespezifischen Datenbanken Pubmed, Cinahl, Cochrane Library und PsycINFO wurde nach relevanter Forschungsliteratur recherchiert. Durch eine systematische Suchstrategie sowie definierten Auswahlkriterien wurden neun passende Studien gefunden. Ergebnisse: Die Ergebnisse von acht Studien zeigten eine positive Wirkung der Musiktherapie auf Schlaf und Schlafstörungen bei allen Altersklassen. In einer Studie konnte keine positive Wirkung der Musiktherapie auf Schlaf und Schlafstörungen festgestellt werden. Ein positiver Effekt der Musiktherapie wurde auch auf Angst, Schmerz, Herz - und Atemfrequenz sowie depressive Symptome festgestellt, und dieser positive Effekt führte zu einer verbesserten Schlafqualität. Schlussfolgerung: Pflegefachpersonen sollten die Anwendung von Musiktherapie in ihre Berufspraxis integrieren, da es sich bei der Musiktherapie um eine sichere und einfach anwendbare nichtmedikamentöse Pflegeintervention handelt. Zukünftige Forschungen sind erforderlich, weil zu diesem Forschungsthema nur wenig wissenschaftliche Literatur vorhanden ist. Weitere Forschungen sollten vor allem die Wirksamkeit von Musiktherapie auf Schlaf und Schlafstörungen mittels objektiven Messungen untersuchen.