Soziale Arbeit

Arbeitsteilung der unbezahlten Familienarbeit und ihrer Aushandlung : Wahrnehmung des Prozesses

Seykens, Katrien ; Lorenz, Susanne (Dir.)

Mémoire de diplôme HES : Haute Ecole de Travail Social, 2009.

Die vorliegende Studie befasst sich mit der Aushandlung und Arbeitsteilung der unbezahlten Familienarbeit. Der theoretische Teil beleuchtet einige essentielle Begriffsklärungen und verschiedene Aspekte der Familienarbeit. Ausführlich werden drei grundlegende Modelle der Familienarbeitsteilung, milieubedingte Einflüsse der Geschlechterverhältnisse, der Aushandlungs- und Entscheidungsprozess,... Plus

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    Zusammenfassung
    Die vorliegende Studie befasst sich mit der Aushandlung und Arbeitsteilung der unbezahlten Familienarbeit. Der theoretische Teil beleuchtet einige essentielle Begriffsklärungen und verschiedene Aspekte der Familienarbeit. Ausführlich werden drei grundlegende Modelle der Familienarbeitsteilung, milieubedingte Einflüsse der Geschlechterverhältnisse, der Aushandlungs- und Entscheidungsprozess, sowie der Einfluss der Individualisierung auf die Arbeitsteilung erläutert. Das Untersuchungsfeld bezieht sich auf heterogene Paare mit mindestens einem Kind im intensivsten Betreuungsalter. Die Untersuchung zeigt, dass die von den Probanden vertreten Wertorientierungen einen erheblichen Einfluss auf die Arbeitsteilung innerhalb der Familie haben. Die Aushandlung der Familienarbeit wird von den einzelnen Paaren unterschiedlich gewertet und dementsprechend finden sie auch unterschiedlich statt. Ein wesentlicher Grund, wieso die Familienarbeitsteilung ausgehandelt wird, ist präventiver Art, wobei die Paare meist Konflikten vorbeugen wollen. Anderseits betonen viele Paare, dass sie erstmals dann aushandeln, wenn einer von beiden Partnern unzufrieden mit der momentane Situation der Familienarbeitsteilung ist. Die Studie zeigt, dass eine sachliche Kommunikation zwischen den beiden Partnern innerhalb des Aushandlungsprozesses eine Voraussetzung für eine zufrieden stellende Verteilung ist.