Soziale Arbeit

Welche Massnahmen treffen Oberwalliser Primarschulen zur Prävention von Übergewicht und Adipositas bei Kindern?

Heinzmann, Diana ; Mattig, Astrid (Dir.)

Mémoire de diplôme HES : Haute Ecole de Travail Social, 2008.

In dieser empirischen Forschungsarbeit geht es um die ansteigende Problematik von Übergewicht und Adipositas bei Kindern. Der Schwerpunkt des Forschungsfeldes liegt bei Oberwalliser Primarschulen. Mit der quantitativen Forschungsmethode mittels eines schriftlichen standardisierten Fragebogens liess es sich herausfinden, welche Massnahmen in Oberwalliser Primarschulen zur Prävention von... Plus

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    Zusammenfassung
    In dieser empirischen Forschungsarbeit geht es um die ansteigende Problematik von Übergewicht und Adipositas bei Kindern. Der Schwerpunkt des Forschungsfeldes liegt bei Oberwalliser Primarschulen. Mit der quantitativen Forschungsmethode mittels eines schriftlichen standardisierten Fragebogens liess es sich herausfinden, welche Massnahmen in Oberwalliser Primarschulen zur Prävention von Übergewicht und Adipositas bei Schulkindern getroffen wurden. Aufgrund der Antworten der Lehrpersonen konnte der Ist-Zustand der getroffenen Massnahmen erfasst werden. Die für die Umfrage verwendeten Massnahmen zur Prävention sind zum einen dem Bereich der Verhaltens- und Verhältnisprävention (Strategien der Primärprävention) und zum anderen dem Bereich der Sekundärprävention zuzuordnen. Alle Massnahmen beziehen sich auf die folgenden zentralen Elemente der Forschungsarbeit: „Ernährung“, „Bewegung“, „Präventionsprojekte“ und „Elternarbeit“. Die zentralen Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass im Bereich der Bewegung von den Lehrpersonen eher praktische als theoretische Massnahmen getroffen wurden. Im Gegensatz dazu wurden im Bereich der Ernährung eher theoretische als praktische Massnahmen getroffen. In beiden Bereichen sind ausreichend strukturelle Rahmenbedingungen vorhanden, um einerseits Bewegungsaktivitäten rund um die Schule zu ermöglichen und andererseits praktische Massnahmen im Bereich der Ernährung zu treffen. Im Bereich der Bewegung wurden von den Lehrpersonen wesentlich mehr Massnahmen zur Förderung eines gesunden Verhaltens getroffen beziehungsweise standen für die Kinder mehr Angebote zur Verfügung als im Bereich der Ernährung. Auch bei den vielen Präventionsprojekten, welche in den Schulen durchgeführt wurden, waren wesentlich mehr bewegungs- als ernährungsbezogene Projekte vertreten. Im Bereich der Elternarbeit wurden die Eltern von den Lehrpersonen eher für praktische ausserschulische Bewegungsaktivitäten einbezogen als für theoretische Informationsund Aufklärungsarbeit. Die Kooperation mit institutionellen Elternorganisationen wurde wenig genutzt. Auch die Gelegenheit, in Einzelgesprächen mit Eltern übergewichtiger und adipöser Kinder deren Gewichtsproblematik zu thematisieren und Massnahmen zur Frühintervention aufzuzeigen, wurde von den Lehrpersonen wenig ergriffen. Der Ausblick bei der Schlussfolgerung zeigt Zukunftsperspektiven für die Oberwalliser Primarschulen und für die berufliche Praxis der Sozialpädagogen auf.