Wie sieht die ideale Website einer öffentlichen Bibliothek aus ? : Stadtbibliothek Aarau

Boecher, Dunja ; Schneider, René (Dir.)

Mémoire de bachelor : Haute école de gestion de Genève, 2008 ; TDB 2051.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Vorgaben für eine ideale Website einer Öffentlichen Bibliothek. Als Mandat fungiert die Stadtbibliothek Aarau, welche ihren Webauftritt verbessern will. Aus diesem Grund hat sie die Autorin beauftragt, eine Checkliste für eine ideale Bibliotheks-Website zu erstellen, um mit deren Hilfe ihre Website zu aktualisieren und den heutigen Anforderungen... Plus

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    Zusammenfassung
    Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Vorgaben für eine ideale Website einer Öffentlichen Bibliothek. Als Mandat fungiert die Stadtbibliothek Aarau, welche ihren Webauftritt verbessern will. Aus diesem Grund hat sie die Autorin beauftragt, eine Checkliste für eine ideale Bibliotheks-Website zu erstellen, um mit deren Hilfe ihre Website zu aktualisieren und den heutigen Anforderungen anzupassen. Diese Anpassung ist wichtig, da eine Bibliotheks-Website im Jahr 2008 eine wichtige Dienstleistung und ein Marketinginstrument ist: • Die Kunden können die Angebote auf der Site rund um die Uhr nutzen oder sich darüber informieren; • Potenzielle Kunden besuchen die Site, um einen ersten Eindruck der Bibliothek zu gewinnen und sich über das Angebot zu informieren. Das Thema ideale Website wird von mehreren Seiten her untersucht, um zum Schluss aus den gewonnenen Resultaten eine Checkliste zu erstellen. Die Untersuchungen werden in der Stadtbibliothek Aarau durchgeführt, welche in dieser Arbeit die Gesamtheit der Öffentlichen Bibliotheken in der Schweiz darstellt. Einerseits werden die Anforderungen an eine Bibliotheks-Website untersucht: • In einem ersten Schritt wird die Produzentenseite näher betrachtet, indem dem Personal ein Fragebogen vorgelegt wird. Auf diese Weise sollen erste Erkenntnisse über die Vorstellungen und Wünsche der Mitarbeiter in Bezug auf eine Website gemacht werden. • In einem zweiten Schritt wird erforscht, welche Bedürfnisse die Kunden in Bezug auf eine Bibliotheks-Website haben. Dafür wird eine Kundenbefragung anhand eines standardisierten Fragebogens durchgeführt. • Der dritte Schritt besteht darin, zu untersuchen, welche Anforderungen bibliotheksferne Personen an eine Bibliotheks-Website stellen. Diese Erkenntnis ist wichtig, da die Site ein Imageträger der Bibliothek ist und auf Erstbesucher einen möglichst positiven Eindruck machen soll. Diese Befragung wird anhand eines Leitfadeninterviews durchgeführt, indem den Befragten Bibliotheks-Websites zur Beurteilung gezeigt werden. Andererseits wird eine Momentaufnahme der Bibliotheks-Websites im Jahre 2008 erstellt. Dazu werden 27 ausgewählte nationale und internationale Sites von der Autorin analysiert. Sie untersucht die Sites im Hinblick auf zwei Merkmale: verwendete Kategorien und Usability: • Um herauszufinden, welche Kategorien auf einer Bibliotheks-Website am häufigsten vorkommen, wird eine Matrix erstellt, mit deren Hilfe jede der 27 Sites durchgegangen wird und wodurch zum Schluss die durchschnittlich verwendeten Kategorien ersichtlich sein werden. • Um die Usability zu analysieren, werden anhand Nielsens Designing Web Usability Richtlinien erstellt. Es wird überprüft, ob die ausgewählten Sites diese respektieren und wie benutzerfreundlich die durchschnittliche Site ist. Die Resultate aus den Befragungen und der Momentaufnahme werden danach miteinander verglichen und zusammengebracht, um daraus anschliessend eine Checkliste mit Empfehlungen für eine ideale Website zu erstellen. Darin werden zu den Themen Einzelne Seite, Homepage, Website, Navigation und Barrierefreiheit spezifische Empfehlungen abgegeben. Dass es eine ideale Bibliotheks-Website für alle Internetnutzer geben wird, ist zu bezweifeln, dazu sind deren Bedürfnisse zu verschieden. Aber indem die vorliegenden Erkenntnisse in die Realisierung einer Website einfliessen, kann eine erste Annäherung an die ideale Website gemacht werden. Diese Empfehlungen sind keinesfalls abschliessend, die immerwährende Veränderung im Internet zwingt die Bibliotheken dazu, pro-aktiv die Trends zu beobachten und sich an die veränderten Kundenbedürfnisse anzupassen. Mit den Worten von Carl Ludwig Börne: Nichts ist dauernder als der Wechsel.